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HPV/HPR

Heilpädagogisches Reiten (HPR) umfasst heilpädagogische Maßnahmen zur ganzheitlichen und individuellen Förderung über das Medium Pferd.

Pferde sind ruhige, empfindsame , kontaktfreudige und ausgeglichene Tiere. Sie sind mit dem Menschen geduldig und gehen auf uns ohne Vorurteile zu. Die Ausstrahlung der Kraft und Lebendigkeit ist ansteckend und sie spiegeln unser Verhalten und unsere Körpersprache durch feine Reaktionen. Das Pferd dient als Vermittler zwischen Klient und Therapeut und „bewegt“ den Klienten. Sie helfen, sich zu entspannen und ein positives Körpergefühl zu entwickeln.

Beim HPV und HPR werden, je nach Klientel, alle Gangarten genutzt. Das Pferd bietet auf neurophysiologischer Basis Bewegungsreize und Entwicklungsangebote im sozialen, emotionalen und kognitiven Bereich. Dabei spielt die Beziehung zum Pferd die wichtigste Rolle in der Therapie.

Der Gefühlsbereich des Klienten wird durch die Bewegung und Wärme des Pferdes angesprochen. Verkrampfungen körperlicher und seelischer Art können sich lösen, der Klient kann sich tragen lassen, genießen, sich entspannen und den eigenen Körperrhythmus finden. Dabei fordert das Pferd durch Stimmungsäußerungen, Mimik und Gestik direkt zu einer verbalen/nonverbalen und emotionalen Kontaktaufnahme auf und fordert eine Auseinandersetzung mit dieser.

Das Pferd eignet sich aber auch besonders wegen seiner vielfältigen Möglichkeiten. Man kann es: füttern, pflegen, beobachten,  reiten, misten, kuscheln.

Auch im Bereich der Motivation ist es ein wichtiger Partner. Es wird von fast allen Klienten angenommen und auch Klienten, die sonst kaum Motivation zeigen, sprechen auf die Reize des Pferdes an und zeigen diese Motivation im Umgang oder beim Reiten. Das Pferd bietet ein lebendiges Lern- und Erfahrungsfeld. Das Reiten oder allgemein Aktivitäten am und mit dem Pferd werden genutzt um auf die Zielsetzung einzugehen.

Bewegungsfluss: über neurale Bahnung werden dreidimensionale (vor/zurück, auf/ab, links/rechts) Schwingungen übertragen. Diese Schwingungsimpulse werden durch eine innere und äußere Aufnahme der Sinneszellen in die Schaltung, Verknüpfung und Bildung von nervlichen Leitungen umgesetzt.

Antwortendes Verhalten: der Klient erhält ein Biofeedback über die Selbstbalance des Pferdes. Das Pferd ist immer bemüht, seine „Last“ auf dem Rücken im Gleichgewicht zu halten und antwortet mit ausbalancierten, arteigenem Verhalten. Der Klient nimmt dies passiv wahr und wird durch die Schwingungen aufgefordert, sich selbst neu ins Gleichgewicht zu setzen. Das verstärkt die Wahrnehmung der Position des Reiters auf dem Pferderücken und das Finden des eigenen Gleichgewichtes wird erleichtert.

Bewegungsdialog: der Reiter und das Pferd treten in einen Bewegungsdialog. Aus der Aktion und Reaktion des Pferdes entsteht eine gemeinsame Verständigungsplattform.

Artspezifisches Verhalten: das Pferd wird gerne angenommen, weil es als ein sozial Lerninhalte vermittelndes Vorbild angesehen wird. Es hat ausgeprägte arteigene Verhaltensäußerungen und reagiert auf einzelne Klienten oder eine Gesamtgruppe. Stimmungslagen und Verhaltensweisen werden gespiegelt und können vom Klientel richtungsweisend gedeutet werden. Das Pferd wird vielfach als Korrektiv akzeptiert.

Mit dem HPR kann ein breites Anwendungsgebiet abgedeckt werden:

- Lernbehinderung                                                    – geistige Behinderung

- Verhaltensauffälligkeiten                                      – autistische Verhaltensweisen

- Sprachstörungen                                                    – motorische Entwicklungsverzögerung

- Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen        – Konzentrations- und Motivationsschwierigkeiten

- Selbstwertgefühl stärken                                      – Selbstvertrauen stärken

 

Ansprechpartner     Hallenbelegung

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